Das Berghotel Rehlegg - Ein Haus, das auf Nachhaltigkeit setzt

 


Im 17. Jahrhundert war das Vier-Sterne-Superior Hotel Rehlegg ein einfaches Bauernhaus, das Rehlegglehen. Die Bezeichnung Lehen geht aufs Mittelalter zurück. Damals gehörten Land und Äcker meist der Kirche. Im Berchtesgadener Tal liehen sich die Bauern Grund von den Stifts- und Fürstpröbsten.

Im Gegenzug verpflichteten sie sich zu Dienst und Gehorsam und gaben einen Großteil ihrer Ernte ab.

1917 erwarb die Familie Lichtmannegger den Hof. Die ersten Gästezimmer wurden vermietet, ein Café eröffnet. Mit Herzblut und Gespür schufen Generationen über die Jahre hinweg eine moderne Herberge. Viel hat sich verändert – und doch auch nicht. Das Bauernhaus steht immer noch an seinem Platz. Hinzugekommen sind Zimmer und Suiten, Pool und Saunen. Die Wiesen ums Haus blühen wie eh und je. Aus den wertvollen Kräutern wird eine eigene Kosmetikserie hergestellt, die Rehlegger Kräuterfee.

„Ein Bauer weiß, dass er dem Boden nur so viel nehmen darf, wie nachwachsen kann. Diesen Grundsatz versuchen wir auch in unserem Hotel umzusetzen“, sagt Hoteldirektor Hannes Lichtmannegger. „Wir rücken Nachhaltigkeit in unseren Fokus. Wir sind bestrebt unseren Energieverbrauch niedrig zu halten. Wir setzen auf regenerative Energieformen und wir beziehen unsere Lebensmittel aus der Region.“


Berglage die verpflichtet

Das Berghotel Rehlegg befindet sich ganz im südlichen Berchtesgadener Land in der Gemeinde Ramsau. Der kleine Ort ist Deutschlands erstes Bergsteigerdorf. Bergsteigerdörfer zeichnen sich durch ökologischen und nachhaltigen Alpentourismus aus. Das Siegel wurde vom Österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen. Ramsau ist außerdem Tor zum einzigen deutschen Alpen-Nationalpark mit dem Watzmann und dem Königssee und Ramsau gehört zur UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land. „Wir sind uns bewusst, welch Geschenke die Natur uns hier macht und geben sie gerne an unsere Gäste weiter“, sagt Hannes Lichtmannegger, der das Hotel gemeinsam mit Tochter Stephanie und Cousin Franz Lichtmannegger leitet.


Höchste Qualität, zu 90 Prozent aus der Region

90 Prozent aller Produkte, die Rehleggs Küchenchef Marko Lauterbach verarbeitet, werden direkt aus dem Umkreis bezogen. Fleisch und Fisch stammen ausschließlich aus artgerechter, bäuerlicher Haltung. Wild liefert der Forstbetrieb Berchtesgaden.

Beispiele aus der Lieferantenliste:

  • Rindfleisch: Metzgerei Heilmaier, Waging am See, Chiemgau Metzger Heilmaier setzt auf das Pinzgauer Rind, eine bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts typische und regionale Rasse im Berchtesgadener Land. Heute wird sie im Rahmen nachhaltiger Landwirtschaft wieder verstärkt gezüchtet. Heilmaier lässt das Fleisch im „Cocoon“ (patentiertes Verfahren) reifen.
  • Forellen und Saiblinge: Fischzucht Resch, Stanggaß bei Berchtesgaden Die Fischzucht wurde 1954 gegründet und bis heute werden hier alle Produkte eigenhändig verarbeitet. Das Wasser für die modernen Rundstrombecken kommt aus dem Naturschutzgebiet „Böcklweiher“. Nach dem Vorbild der Natur wachsen die selbstgezüchteten Fische zwei Jahre heran.
  • Milchprodukte: Berchtesgadener Land Milchwerke, Piding Seit 1988 sammelt und verarbeitet die Molkerei wertvolle Bergbauern-Milch. Die Milch für dieses natürliche Produkt stammt ausschließlich aus der umliegenden Berg- und Alpenregion. Die Bergbauern-Milch ist unverwechselbar in Qualität und Geschmack.
  • Säfte: Kelterei Stadler, Högl/Piding, 1924 begann Georg Stadler sen. mit der Veredelung und Verwertung von heimischem Obst. In der heutigen Stadler Kelterei am Högl werden rund 40 verschiedene Fruchtsäfte und Saftmischungen aus heimischem Obst gekeltert. Direkt am Haus und auf der nahen über 800 Meter hoch gelegenen Obstanlage blühen im Frühjahr insgesamt ca.1600 Obstbäume, darunter viele alte Sorten.